<zurück

Silberne Möwe für Optis A und B

Wie auch in den letzten Jahren wurde die schöne Tradition fortgesetzt, dass sich pünktlich zum Beginn des Oktoberfestes eine riesige Anzahl junger Seglerinnen und Segler am Ammersee im Herrschinger Segelclub einfindet um an der Jugendregatta „Silberne Möwe“ teilzunehmen. In der Gruppe A waren 61 und in der Gruppe B 74 Meldungen zu verzeichnen.

Die Wetterprognose sagte zwar ein schönes Altweibersommer-Wochenende mit Sonne und warmen Temperaturen voraus, machte aber nur sehr wenig Hoffnung auf guten Wind. So ließ denn Wettfahrtleiter Michael Marcour im Anschluss an die Steuermannsbesprechung um 11:00 Uhr auch zunächst die Flagge für Startverschiebung hissen, da noch überhaupt kein Wind in Sicht war. Die Segler und deren Betreuer nutzen die Zeit, um die Küche zu stürmen und die freiwilligen Helferinnen und Helfer hatten alle Hände voll zu tun.

Um die Mittagszeit war dann aber von Norden her ein aufkommender Wind zu erkennen und nach einer Erkundungsfahrt aus der Herrschinger Bucht hinaus gab die Wettfahrtleitung das Signal zum Auslaufen. Mit Hilfe der zahlreichen Begleitboote wurde das große Feld Richtung Wind geschleppt und um 14:15 Uhr konnte das erste Startsignal für die Gruppe A gegeben werden. Die Gruppe B folgte unmittelbar im Anschluss.

Nachdem auch der letzte B-Segler die Ziellinie überquert hatte und die Lage de Tonnen korrigiert worden war, erfolgte der Start zur zweiten Wettfahrt. Die Startdisziplin war sehr gut, so dass kein allgemeiner Rückruf nötig war und es nicht zu einer Verzögerung des Starts kam. Das stellte sich als großer Vorteil heraus, denn im Anschluss an die zweite Wettfahrt entschieden Wettfahrtleiter Michael Marcour und sein Team sich dafür, um 18:10 Uhr noch eine dritte Wettfahrt zu starten. Der Zieleinlauf dieser Wettfahrt wurde von einem wunderschönen Sonnenuntergang begleitet und mit Hilfe der vielen Motorboote auf dem Wasser konnten alle Seglerinnen und Segler mit dem letzten Tageslicht sicher den Hafen erreichen. Dort wartete bereits das Abendessen, das sich heute alle redlich verdient hatten.

Die Auslaufbereitschaft für Sonntag wurde auf 10:00 Uhr festgelegt. Der für Schönwetter typische Südwind hatte erst sehr spät eingesetzt und alle hofften, dass er vielleicht so lange durchstehen würde, bis die letzte noch fehlende Wettfahrt gesegelt werden konnte. Die Wettfahrtleitung ließ deshalb pünktlich auslaufen und legte die Regattabahn außerhalb der Herrschinger Bucht aus. Während der Startphase für die Gruppe A ließ der Wind dann aber so schnell und so stark nach, dass ein regulärer Start nicht mehr möglich war. Es wurde eine Startverschiebung ausgerufen und die Regattateilnehmer nutzten die Wartezeit in der Sonne um sich noch ein wenig auszuruhen oder mit ihren Freunden zu ratschen. Leider traf die Windprognose zu und die Oberfläche des Ammersees wurde immer glatter, so dass die Wettfahrtleitung das Signal gab, in den Hafen zurück zu kehren. Die Startbereitschaft an Land wurde zuerst noch aufrecht erhalten, aber um 13:30 Uhr aufgehoben, weil keinerlei Aussicht mehr auf Wind bestand.

So endete die diesjährige Silberne Möwe mit drei Wettfahrten in jeder Gruppe. Gesamtsiegerin bei Gruppe A wurde Liesa Zeininger vom Yachtclub Langenargen vor Niklas Vieth vom Universitätssegelclub München und Patrick Rentschler vom Yachtclub Sipplingen.

Bei Gruppe B siegte Raphael Lorenz vom Yachtclub Seeshaupt vor den Schwestern Aniko und Nicola Botschek vom Dießner Segelclub.

Tina Wilhelm, HSC

<zurück